Beschrieb

Gedankenflecken – 16. Oktober 2017

Installation von Werner Hofstetter (1959), Posieux

Auszug aus dem Beschrieb des Gesamtwerkes, welches im November 2017 erstmals in Fribourg ausgestellt wurde.

Als Konstrukt dient ein giebelförmiges Holzgerüst, 350 cm lang und 190 cm hoch. Beidseitig darauf angeordnet sind insgesamt 204 mit Leinwand eingefasste Malkartons im Format 20 × 30 cm.

Sie sind alle individuell gestaltet und mit schwarzer, anthrazitfarbener oder roter Acrylfarbe bemalt. Als Medium dienten verschieden strukturierte Schwämme. Sämtliche «Gedankenflecken» sind beliebig miteinander kombinierbar oder untereinander austauschbar.

Die kleinen Werke sind während 6 Arbeitssitzungen entstanden, einerseits also sehr spontan und andererseits sehr konzentriert. Dies soll auch versinnbildlichen, dass einem Gedanken nicht nur einfach zufliegen, sondern Resultat eines Denkprozesses sein können. Damit Gedanken sich zu etwas Ganzheitlichem zusammenfügen, ist es nötig, diese festzuhalten, zu sammeln, zu bündeln und zu sortieren. Gedanken haben oft etwas Intimes an sich. Scham, Hemmungen, Unsicherheit, Angst führen meist dazu, dass Gedanken nicht artikuliert werden. Die Bildsprache eignet sich besonders, seine Gedanken in verschlüsselter Form zu kommunizieren. Es obliegt dann dem Betrachter diese zu dechiffrieren und einen eigenen Zugang zu finden.